Dokumentarfilm: 'Inside HogeSa' - Von der Strasse ins Parlament (92 min, 2018)

'Inside HogeSa' ist eine Dokumentation, die der Frage nachgeht: welche Folgen hatte die Demonstration der 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) vom 26.Oktober 2014 in Köln? Als 5.000 Menschen auf die Straße gingen. Was wurde aus den Protagonisten? Ausführlich kommen Beteiligte zu Wort. Unter Ihnen Hools und Mitglieder des 'HogeSa'-Teams. Aber auch Fanforscher, Politikwissenschaftler, 'Pegida'-Organisatoren.


Dreieinhalb Jahre lang haben wir an dem Thema gearbeitet. Dutzende Kundgebungen und Demonstrationen besucht. Vor Ort mit den Beteiligten gesprochen. Entstanden ist ein 92 Minuten langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so noch nicht gab. Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all). Wir haben die Dokumentation mit insgesamt 10.000 Euro selbst finanziert. Auf Crowdfunding, Filmfördergelder oder eine Co-Finanzierung öffentlich-rechtlicher TV-Sender wurde - aus Gründen der redaktionellen Unabhängigkeit - verzichtet.

Hinweis: wer den Film kauft, bekommt ungeschnittene Interviews zu sehen. Und Zugang zu einem 15 Minuten längeren 'Directors Cut', der aktuell fertig gestellt wurde.

Tennisspiele manipuliert?

18.01.2016
Pünktlich zum Beginn der Australien Open, schrecken Meldungen über manipulierte Tennisspiele von Top-Spielern die Szene auf. Nach den Recherchen der BBC und von BuzzFeed sollen daran 16 Spieler, die sich unter den besten 50 der Welt - in den letzten zehn Jahren befunden haben - beteiligt gewesen sein.

tennis treatement quotenNun sind Meldungen über verschobene Tennis (und auch Fußballspiele) nichts Neues. Schon seit Jahren wird in den Sendungen von #wdrsportinside und der ARD-Sportschau detailliert darüber berichtet.

Im Mittelpunkt der Berichte standen - neben den annonymen Aussagen eines deutschen Tennisprofis - immer auch das Match zwischen dem damaligen Weltranglistenvierten Nikolai Davydenko und dem Argentinier Martin Vassallo Arguello vom 2. August 2007 im polnischen Sopot. Hier wurden Millionensummen auf dieses Zweitrundenspiel gesetzt. Während des Spieles, dass der Russe im ersten Satz dominierte, drehte der Quotenverlauf komplett. Davydenko gab schließlich im dritten Satz, wegen einer Verletzung auf.

Die jetzt veröffentlichten internen Dokumente geben einen interessanten Einblick in eine ATP-Untersuchung aus dieser Zeit. Wie die Ermittler im Herbst 2007 die Inhaber dubioser Wettkonten in Moskau besuchten, sich dort eine Abfuhr holten. Wie der Argentinier Arguello in dieser Zeit mit einem italienischen Wetter via SMS kommunizierte.  Und dass in Spielmanipulationen im Tennis, neben einer Gruppe aus Russland, auch eine Gruppe aus Norditalien und eine aus Sizilien involviert gewesen sein soll. Diese Gruppen sollen Kontakte zu Tennisspielern aus Russland, Argentinien, Spanien und Italien gehabt haben. Alles nicht unbedingt neu.

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Hamburg 2024: Der nächste Olympia-Flop

von Fred Kowasch

muenchen 2018 faehnchen im dreckMan kann den Hamburgern nur gratulieren zu dieser weisen Entscheidung. Auch die Wahlbeteiligung kann sich sehen lassen. Immerhin gingen mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten zur Olympia-Volksabstimmung. Nur ein paar weniger als zur letzten Bürgerschaftswahl Mitte Februar. Dass die Offiziellen - und ihre Lakaien in den Sportredaktionen - jetzt jammern und den Wähler beschimpfen, geschenkt.

Es hat sich etwas verändert in der Bundesrepublik. Nach der Klatsche für München, Garmisch-Partenkirchen, Traunstein und Berchtesgarden vor zwei Jahren nun der nächste Olympia-Flop.

Kein Wunder, sieht man sich die aktuelle Nachrichtenlage an. Die FIFA, das IOC, der DFB - sie stehen für Korruption und Bereicherung. Der professionell betriebene Leistungssport wird immer häufiger in Zusammenhang mit Doping, Betrug und Manipulation genannt. Darauf haben die Bürger kaum noch Bock. Auch dies zeigt dieses Votum. Der Souverän hat gesprochen. Lasst häufiger das Volk entscheiden! Ob zum Syrien-Einsatz des Bundeswehr oder zur Immigrationspolitik der Bundeskanzlerin - Themen von Bedeutung gibt es genug.

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Im Wortlaut: Dr. Theo Zwanziger

Der ach so saubere Ex-Präsident. Darling der veröffentlichten Presse, Kronzeuge des SPIEGEL. Ein Mann mit einem seltsamen Rechtsverständnis.

"Ich habe mich gefreut, dass Christoph Daum in die Spur zurückgekehrt ist und seit vielen Jahren wieder als Trainer arbeitet. Als die Staatsanwaltschaft in Koblenz ein Verfahren gegen ihn eigeleitet hatte, suchte er bei mir Rat, denn ich hatte immer noch gute Kontakte in die entsprechenden Justizkreise und kannte den Vorsitzenden Richter wie auch den Staatsanwalt in Koblenz.

Ich traf mich mit ihm an der Autobahnraststätte in Montabaur, und wir führten während eines langen Spaziergangs ein sehr intensives Gespräch. Ich habe ihn und seine damalige Lebensgefährtin, seine heutige Frau, als sehr verantwortungsbewusste und kluge Menschen kennengelernt, die sehr wohl wussten, dass er einen Fehler gemacht hatte - dass dieser Fehler ihr Leben aber nicht auf Dauer belasten durfte." 


in: Zwanziger, Theo - 'Die Zwanziger Jahre' - Autobiographie - Bloomsbury Verlag GmbH, Berlin, 2012, Seite 87

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Im Wortlaut: Erklärung des Deutschen Fußball-Bundes vom 16. Oktober 2015

adanke franz-116.10.2015, 11:00
"Aus Anlass der Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Weltverband FIFA und aufgrund der immer wieder auftretenden Mutmaßungen in den Medien hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in den vergangenen Monaten intern mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 befasst. Im Rahmen seiner Prüfungen hat der DFB keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gefunden. Ebenso wenig haben sich irgendwelche Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Stimmen von Delegierten im Zuge des Bewerbungsverfahrens gekauft wurden.


Im zeitlichen Zusammenhang mit diesen Prüfungen sind dem DFB Hinweise bekannt geworden, dass im April 2005 eine Zahlung des Organisationskomitees der WM 2006 in Höhe von 6,7 Millionen Euro an die FIFA geleistet wurde, die möglicherweise nicht dem angegebenen Zweck (FIFA-Kulturprogramm) entsprechend verwendet wurde. Die Zahlung stand in keinem Zusammenhang mit der bereits rund fünf Jahre zuvor erfolgten Vergabe.

Diese Hinweise hat der DFB-Präsident im Sommer dieses Jahres zum Anlass genommen, eine interne Untersuchung anzuordnen, die die Aufklärung dieses Vorgangs zum Gegenstand hat. Die Prüfung umfasst unter Hinzuziehung externer Rechtsberater auch die Frage, ob im Zusammenhang mit diesem Vorgang Ansprüche des DFB auf Rückforderung bestehen. Ein abschließendes Ergebnis liegt dazu noch nicht vor, die eingeleiteten Prüfungen dauern noch an. Dazu gehört auch die Prüfung durch den Kontrollausschuss."

Quelle: http://www.dfb.de/news
siehe auch:
 http://www.dfb.de/news/detail/dfb-weist-unregelmaessigkeiten-bei-wm-vergabe-entschieden-zurueck  (16.10.2015, 19:42)

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Tour 2015: Fehlt nur noch die Eins auf dem Trikot ....

von Fred Kowasch

9tAm Anfang stand ein Radiointerview im Deutschlandfunk: "Diese neue Generation scheint mir sogar sauber zu sein". Es folgte ein vom ARD-Sportkoordinator bestelltes Auftragswerk des hauseigenen Anti-Dopingexperten. Frei nach dem Motto: im Profiradsport ist es besser geworden. Im windelweichen Film sprang zufällig auch der Chefredakteur vom Saarländischen Rundfunk durch das Bild. Sein Sender hatte in den letzten Jahren - bedingt durch die fehlende Tour de France Übertragung - wenig zu tun.

Dann ging alles Schlag auf Schlag. Jetzt sollen zahlreiche Etappen wieder vollständig übertragen werden. Fast wie in alten Zeiten. Fehlt nur noch die Eins auf dem Trikot. Als Begründung hört man: die Rechte wären so billig gewesen. Da hätte man einfach 'zuschlagen' müssen. Wegen der Quoten, in der fußballfreien Zeit.

Die Tour ist die Tour. Ohne Betrug kommt man nach über 3.360 Kilometern nicht als Erster ins Ziel. Warum sollte dass heute anders sein, als noch vor ein paar Jahren? Langsamer sind Profis wie Alberto Contador (Clenbuterol) und Alexandro Valverde (Blutdoping) nicht geworden. Sie werden assistiert von Sportlichen Leitern und Managern mit Erfahrung. Rolf Aldag (Epo), Alexander Winokurow (Blutdoping), Rudi Kemna (Epo). Und: während die ARD bei diesen Themen eher Beisshemmung hat, glänzt das Zweite mit fundierten Hintergrundjournalismus. Denn dort überträgt man diesen Nonsens nicht. Welch weise Entscheidung!

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