Osnabrück, Ahlen und Ulm - Die Verhörprotokolle des Marijo Cvrtac (3)

Ende letzter Saison machte im deutschen Fußball der Fall VfL Osnabrück Schlagzeilen. Es ging um eine versuchte Spielabsprache am letzten Spieltag der 3. Liga. Schon einmal stand der Verein im Mittelpunkt von Manipulationen. 2009 beim 'Fußballwettskandal'. Insgesamt gab es dort Dutzende von verschobene Matches. EM-Qualifikation, Europa-League, Zweitligaabstieg. Zocker wie der Berliner Ante Sapina oder der verurteilte Betrüger Marijo Cvrtac hatten Spieler in der Hand, die für sie manipulierten. Die Verhörprotokolle des Marijo Cvrtac sind ein Stück gelebte Sportgeschichte. Deshalb haben wir sie veröffentlicht .... 
cvrtac spiele 1

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Sport inside: Die TUE's von Bradley Wiggins und Christopher Froome

"Und tatsächlich: neue Verdachtsmomente häufen sich. Wie jetzt im Zusammenhang mit den Enthüllungen von mutmaßlich russischen Hackern, die vertrauliche medizinischen Ausnahmegenehmigungen für Profiradsportler ins Netz gestellt haben. Darunter auch die der Tour-Sieger Bradley Wiggins und Christopher Froome. Nach denen dürfen beide - eigentlich verbotene Medikamente - wie Kortisonpräperate - in der Wettkampfphase einnehmen.

Hat es den Wandel in der Doping-Mentalität des Feldes wirklich geben? Nach Recherchen von ‚Sport inside’ waren allein bei der diesjährigen Tour in 14 Teams 22 ehemalige Radprofis mit Dopingvergangenheit beschäftigt. Als Mitglied im Management der Teams oder als Sportliche Leiter. Wie Kim Andersen. Einer, der als Radprofi lebenslang gesperrt wurde." (Text WDR)

wiggins tue 2012

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#dfbgate: Die Freshfields-Dokumente - Beckenbauer, Niersbach und all die anderen

04.03.2016 (Reblog)
Die ganze Materie ist nicht einfach und noch längst nicht aufgeklärt. Es flossen 2002 mehrere Millionen von einem Beckenbauer nahem Konto via Schweiz nach Asien. Dort landeten sie auf einem Firmenkonto, dass einem ehemaligen FIFA-Vizechef zuzuordnen ist. Was mit dem Geld geschah, steht noch nicht genau fest. Weiterhin floss Geld - in Form von Sachleistungen - in die Karibik. Auch hier ist der genaue Grund - und die Höhe der Zahlung - bisher unklar. Die frühere DFB-Spitze, um den Ex-Präsidenten Wolfgang Niersbach und dem Ex-Generalsekretär Helmut Sandrock wußte von dubiosen Zahlungen, verheimlichte sie allerdings. Das die Vergabe der WM 2006 nach Deutschland gekauft war, ist bisher weder bestätigt noch widerlegt.

Den 'Freshfields-Bericht' vom 04. März 2016 gibt es hier zum Download (pdf). Ab Seite 359 folgen da ein paar interessante Dokumente ....


freshfields dokumente16

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Doping-Studie: Manipulationen im Fußball

AKTUELL: DFB-Arzt mißt auffällig hohe Blutwerte bei Fußballprofis

Das Doping im Fußball nichts bringt, ist eine weit verbreitete Legende. Sie wird von jenen aufgestellt, die diesen Sportbetrug verschleiern wollen oder wenig Kenntnis haben. In der derzeit viel diskutierten Studie über das 'Doping in der BRD', ist dem DFB und dem Doping im Fußball auch ein Abschnitt gewidmet. interpool.tv dokumentiert den entsprechenden Wortlaut, dieser vom deutschen Steuerzahler bezahlten Studie. Wir kommen damit auch dem Deutschen Olympischen Sportbund - und seinen Präsidenten Dr. Thomas Bach nach - der zur Veröffentlichung der Studie aufgefordert hat.

dfb zentrale
" ....
Im Juni 1986 sah Donike erneut Anlass zur Kritik am DFB. Heinz Liesen von der Sporthochschule Köln begleitete als Mannschaftsarzt die Nationalelf zu den WM-Spielen nach Mexiko. Da die Spieler vor der WM einen erschöpften Eindruck gemacht hatten, fiel die deutliche Überlegenheit der Mannschaft bei der Weltmeisterschaft auf. Die Aufmerksamkeit der Presse zog Liesen auf sich, weil er den Spielern bei der WM bis zu sieben Injektionen pro Tag verabreichte; von 1.500 Ampullen wurde berichtet.197 Den Berichten zufolge spritzte Liesen u. a. Immun-Stimulanzien und Vitamin B12. Hinzu kam Trasylol unmittelbar vor den Spielen, damit die Spieler nach Liesens Begründung in der Hitze einen „einigermaßen klaren Kopf behalten“.198 Toni Schumacher kritisierte später auch die Pillen, die zu den Spritzen noch hinzu kamen:

„Jeden Mittag schluckten wir zu unserem Elektrolytgesöff haufenweise Tabletten: Eisen, Magnesium, Vitamin B in Höchstdosis, Vitamin E, ein paar Hormönchen für die Höhenanpassung …“199 ...."
____________
196 „Donike fordert Doping-Tests im Training“, SID-Artikel vom 01. November 1985.
197 Vgl. „Kölner Sportmediziner Heinz Liesen überzeugte bei der zweiten Mexiko-Tour auch die Skeptiker. Mit der Pharma-Spritze gegen die Hitze. Die deutschen Spieler sollen klaren Kopf behalten – Bis zu sieben Injektionen pro Tag – 200 000 Mark Kosten“, Artikel im Kölner Stadtanzeiger vom 14./15. Juni 1986.
198 Ebenda.
199 Schumacher, T. (1987), 110.

Quelle: „Doping in Deutschland von 1950 bis heute aus historisch-soziologischer Sicht im Kontext ethischer Legitimation“
Forschungsprojekt 2009-2012, initiiert durch den DOSB, beauftragt und gefördert durch das BISp
Abschlussbericht des Teilprojektes an der Humboldt-Universität, Seite 515

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Blatt für Blatt - die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft aus Freiburg (I)

23.08.2012
Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft zu Freiburg ist ein Dokument, dass für sich spricht. Da sollen Jan Ullrich und Steffen Wesemann von 2002 bis 2006 Epo-Kuren von den beiden Telekom-Medizinern Heinrich und Schmid erhalten haben. Das dürfte neu sein. Neu auch, welche Bedeutung die Apotheke in Elzach (bei Freiburg) spielte. Dramatisch, in welcher Situation sich Patrick Sinkewitz am 2. Juli 2006 beim Blutdoping befand. Unter welchen Bedingungen Professor Dr. Andreas Schmid hier Hand angelegt haben soll. Interessant auch zu lesen, wer alles über die umstrittenen Nebentätigkeiten der beiden Mediziner am Klinikum informiert war.   
verfuegung 1

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Die Gerolsteiner-Papiere

Das Interview mit Gerolsteiner Teammanager Hans-Michael Holczer während der Bayern-Rundfahrt

gerolsteiner 401.07.2005 - Kurz vor dem Start der 92. Tour de France belasteten Doping-Vorwürfe das deutsches Radsportteam Gerolsteiner. Nach Informationen des Dänischen Fernsehens soll sich ein bis Mai 2005 aktiver Physiotherapeut per E- Mail über die Wirkungsweise von Doping-Mitteln wie Wachstumshormonen und Insulin erkundigt haben. Die E-Mails stammen aus den Jahren 2001 und 2002 und liegen interpool.tv vor.

pdf Die Gerolsteiner Doping-Mails 2001-2002

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