Mein erster Triathlon: Anno '84 in Essen

triathlon essen 84 foto schwimmenFred Kowasch, manchmal gehst Du einem ganz schön auf die Nerven! Das habe ich aber erst festgestellt, als ich merkte, wie lange ich suchen musste, um Dir deinen Wunsch nach einer Geschichte über meinen ersten Triathlon erfüllen zu können. Denn der war am 26. August 1984.

Aber Fred kann man schwer etwas abschlagen; er ist unglaublich hartnäckig.

Nun gut, das hast Du jetzt davon. Da musst Du durch. Du und die hoffentlich nur paar Besucher Deiner Internetseite ....

Ein paar Zuschauer gab es auch anlässlich meines ersten Triathlons in Essen. Und ein paar Offizielle, die weniger Spaß hatten. Als es hieß: 'Alle ins Wasser!´ sagte ich den hohen Herren, dass ich mich jetzt ins nasse Element begeben wolle, aber meine Einsprünge nie so elegant gelängen und sie womöglich nass werden könnten. Irgendwie haben sie mich nicht verstanden und sind stehen geblieben. Das hatten sie davon. Aber es war ja August und ziemlich warm. Veranstalter Ernst Peter Berghaus meinte nur, ich hätte sie ja gewarnt. Das Schwimmen verlief dann reibungslos. Wie man am Fotodokument feststellt, beherrsche ich den hohen Ellenbogen der Kraultechnik besser als den Köpper vom Beckenrand.

triathlon essen 84 foto radAls alter Radfahrer nervten mich nach 500 Metern Schwimmen das Umziehen und die bereits am Beginn nasse Radhose. Ansonsten konnte ich im Gegensatz zum Schwimmen nun richtig Plätze gut machen. Mein altes Büttgener Vereinstrikot habe ich nicht mehr. Wie man aber auf dem Bild sehen kann, fehlte früher Einiges und Anderes war mehr. So fehlte besonders die Helmpflicht, die Schaltung war noch am Rahmen befestigt und die Schuhe hielten Lederriemen auf den Pedalen fest. Und mehr? Ja, mehr waren die Haare und die Beinmuskeln. Letzteren trauere ich manchmal nach. Damals war die Zeit für die 31,5 Kilometer ganz gut, wie genau weiß ich aber wirklich nicht mehr.

Nach dem abschließenden 7,5 Kilometer-Lauf blieb die Uhr trotz Trödelei beim Umziehen (das habe ich schon immer gehasst) bei einer Stunde, 56 Minuten und 22 Sekunden stehen. Das weiß ich deshalb noch so genau, weil ich die Urkunde fast so lange verwahrt habe, wie ich sie gesucht habe. Es war damals Platz acht in der Hauptklasse. Und ich war 25.

Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung, die von ihrer familiären Atmosphäre lebte. Die Organisation war vorbildlich und es gab, wenn ich mich recht erinnere, auch keine schweren Unfälle. Ein Jahr später Jahr war ich wieder in Essen und sogar zwei Minuten schneller. Essen ist überhaupt ein gutes Pflaster. Wenn Fred mal zur Erzählung 'Mein letzter Marathon´ aufruft, hätte ich wieder was aus Essen...

Ralf Meutgens

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