Webvideo: Unterwegs mit russischen Hooligans in Marseille (11.06.2016)

14.06.2016
150 russische Hooligans ziehen mit dem Lied 'Katjuscha' vor dem EM-Spiel gegen Endland ungestört durch Marseille. Sie verletzten mehrere Engländer schwer, hinterlassen eine Spur der Gewalt. Der französischen Polizei kann nicht einen von Ihnen festzunehmen. Zwei Tage später findet sich im Internet ein Video, dass dieser Vorfälle aus der subjektiven Sicht der Schläger darstellt. Mit einer Gopro gefilmt, flott geschnitten und mit Musik unterlegt. Nicht einmal die Gesichter wurden verfremdet. Eigentlich bestes Material für die Ermittlungsbehörden. Die russischen Hooligans müssen sich sehr sicher fühlen ....

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Sport inside: Über die politische Radikalisierung der Hooliganszene

SPORT INSIDE - 02.03.2015 - 22:45 Uhr - Politisch radikal (VIDEO ON DEMAND)

Ein Film von Fred Kowasch

Hogesa 15112014 Hannover"Am letzten Sonntag im Oktober 2014 demonstrierten Hooligans, Rocker, Kampfsportler und Rechtsradikale in der Kölner Innenstadt gemeinsam unter dem Motto "Hooligans gegen Salafisten" (HogeSa) und lieferten sich eine regelrechte Straßenschlacht mit der Polizei. Die Öffentlichkeit fragt sich seither: Woher kommen plötzlich Tausende von Hooligans, die auf die Straße gehen, um politisch zu demonstrieren?

Parallel dazu entwickeln sich seit Mitte Oktober in Dresden und Leipzig Pegida und Legida, bei deren Kundgebungen immer wieder Hooligans als Ordner auftreten. Fanvertreter, Polizei- und Politikwissenschaftler beobachten seit einiger Zeit, dass Hooligans im Stadion und im Stadionumfeld aktiver geworden sind und sich verstärkt dem Rechtsradikalismus öffnen. Die Behörden gehen mittlerweile härter vor und erzielen damit Wirkung in der Hooliganszene. Die Ermittlungsbehörden bleiben aber dennoch in Alarmstimmung. Noch immer ist wenig darüber bekannt, wer sich hinter den aktiven Hooligangruppen verbirgt und was sie vorhaben. Denn dass sich Hooligans gemeinsam politisch engagieren, ist in der Geschichte des deutschen Fußballs ein absolutes Novum." (Text WDR)

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Das nennt man dann Fankultur ....

Es ist eine Legende, dass die Fußballstadien sicher sind. In den letzten Wochen erst prügelten sich in Kaiserslautern minutenlang FCK-Fans mit Karlsruhern auf der Tribühne, marschierten Dresdener seelenruhig über die Presseloge zum MSV-Anhang, flogen Fäuste zwischen Hannover und Lübeck.



Am vergangenen Wochenende gab es dann 'Leuchtspur satt' in Rostock. Abgeschossen von Dresdener Dynamofans, die eine Woche vorher schon mal den Bus der Dortmunder Amateure nach ihrem Heimspiel bewarfen. Besonders freut man sich in 'Elbflorenz' schon auf das Achtelfinale im DFB-Pokal Anfang März gegen den aktuellen Tabellenletzten aus der Fußball-Bundesliga. Mit Dortmund (und Watzke) habe man noch eine Rechnung offen, wie Dynamofans freimütig sagen. Na, denn. Langweilig wird es in nächster Zeit sicherlich nicht ....

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Hooligans in Deutschland

Es ist eine Szene, in die keiner so leicht hinein kommt.

lok chemie2"Ich bin verrückt, mit Sicherheit bin ich krank, aber ich brauche diesen Kick!". Mit diesem Kick meint Frank L. den Fight mit anderen Hooligans. "Die Vorabsprachen erfolgen per Mail aus einem Internet-Cafe heraus. Man muß bloss schauen, daß es dort keine Kamera gibt. Handys und der eigene Internetanschluß werden überwacht. Da muß man andere Wege finden". Mit rund 50 Leute machen sie sich auf den Weg, alle unabhängig voneinander. Den konkreten Treffpunkt erfährt man dann irgendwie unterwegs.

Wenig später ist es soweit. Die Hände werden bandagiert, der Mundschutz eingeschoben. "Einige pfeiffen sich noch etwas ein. Es ist der komplette Wahnsinn! Du bist so voll mit Adrenalin, wenn du sie gegenüber am Waldrand siehst. Und du hast Angst. Viel Angst. Wenn du sie nicht hättest, würde irgend etwas fehlen"!

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Exklusiv: Auch ein zweiter Fanforscher ist VS-Mitarbeiter

masterarbeit 201124.09.2014
Auch ein zweiter Fanforscher, der jahrelang zum Thema Ultras recherchierte, arbeitet für den Geheimdienst. Das berichtet der Online-Nachrichtendienst interpool.tv mit Bezug auf das Hintergrundmagazin 'Sport inside' und eigene Recherchen. Bei dem Fanforscher handelt es sich um den Politikwissenschaftler Jannis Linkelmann. Linkelmann studierte an der Juristischen Fakultät der Ruhr Universität Bochum. Im Fachbereich Kriminologie und Polizeiwissenschaft schrieb er 2010/2011 seine Masterarbeit. Thema: "Analyse des Attraktivitätszuwachses der Nürnberger Ultra-Bewegung".

Zusammen mit dem Fanforscher Martin Thein - er wurde bereits vor einigen Monaten in dem Buch 'Heimatschutz' der Autoren Stefan Laabs und Stefan Aust als V-Mann-Führer des Bundesamtes für Verfassungsschutz in der rechtsradikalen Szene der 90er Jahre geoutet - gab Jannis Linkelmann Bücher zum Thema Ultras/Fußballfans heraus. Auch gründeten Sie die Internetplattform fankultur.com und initiierten ein Institut für Fankultur an der Universität Würzburg. Nach interpool.tv-Informationen arbeitet Linkelmann für das Bundesamt für den Verfassungsschutz in Köln. Diese Information geht auf mehrere - voneinander unabhängige - Quellen zurück.

Unterdessen hat sich auch die Bundestagsfraktion 'Die Linke' dem Vorgang angenommen. In einer Kleinen Anfrage vom 28. August wollte Sie Antworten auf die "Aktivitäten des Bundesamtes für Verfassungsschutz in Fußball-Fanszenen" haben (BT-Drucksache 18/2425). Die Antwort vom 12. September 2014 ist HIER zu lesen. 

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HoGeSa: Die Ereignisse von Köln im NRW-Polizeibericht

20.11.2014 - 15:05 Uhr (update)
Zehn Prozent der rund 4800 Teilnehmer der Demonstration von Köln am 26.10.2014 sollen "strukturell der rechtsextremistischen Szene angehörig" gewesen sein. Das geht aus einem aktuellem Bericht des NRW-Innenministeriums (pdf-download) hervor. nrw bericht innenministerium 20112014 seite 11 ausschnitt

Ein Zehntel der Teilnehmer. Gespräche mit Hooligans am Rande der HoGeSa-Veranstaltung von Hannover am vergangenen Samstag bestätigen diesen Eindruck der NRW-Polizei. Die Hools sprachen gar von "drei Viertel, ein Viertel". Und weiter in dem NRW-Bericht vom 14.11.2014: "Bei der Demonstration dominierten eindeutig Parolen und Gesänge aus der Hooliganszene" (siehe Seite 11 des Berichtes).

Dass sich Hooligans als 'rechtsoffen' und 'deutsch, national' verstehen, dürfte für Kenner der Szene nichts Neues sein. Unter denen, die sich auf dem 'Acker' zum Fight treffen sind u.a. auch Journalisten, Ärzte, Rechtsanwälte, Türsteher und Polizisten. Ein Querschnitt der Gesellschaft eben. 

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Enger Kontakt - Der Verfassungsschutz und die deutsche Fanszene

sport inside - 22.09.2014 - 22:45 Uhr - Enger Kontakt (Video on Demand)

Ein Film von Fred Kowasch und Ralf Meutgens

vs heimatschutz"Der deutsche Fußball ist bekannt für seine tolle Stimmung auf den Rängen. Doch auch Bilder von Pyrotechnik, Fangewalt und Polizei bestimmen seit Jahren das öffentliche Erscheinungsbild. Die Polizei hat in den Fankurven mehrerer Bundesländer V-Leute eingesetzt. Dass die Polizei mit nachrichtendienstlichen Methoden Informationen in der Fanszene sammelt, ist teilweise gesetzlich legitimiert.

Neu ist jedoch, dass sich nun auch hauptamtliche Mitarbeiter des Verfassungsschutzes für die deutsche Fußballfanszene interessieren. Dabei zählt dies nicht zu ihren Aufgaben. "sport inside" zeigt einen Film über Verfassungsschützer, die sich - unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - das Vertrauen von Ultragruppen erschlichen haben. Die als Fanforscher versuchten, an mehreren Universitäten "anzudocken". Und für die sich nun auch parlamentarische Kontrollgremien des Bundestages interessieren." (Text WDR)

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"Deutschland, Hooligans" - HoGeSa in Hannover

15.11.2014
Der zentrale Busbahnhof im Herzen von Hannover. 3000 Symphatisanten der Gruppe 'Hooligans gegen Salafisten' sind erschienen. Ein Dutzend Wasserwerfer stehen am Rand, zahlreiche Räumpanzer und mehr als 5000 Polizisten. Auch die Antifa will mitmischen. Wie es den den HoGeSa-Ordner dennoch gelingt, die Lage unter Kontrolle zu behalten, zeigen die folgenden Bilder ....

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Fankongress 2014: "Straftäter fahren quer durch Deutschland"

Zu Besuch beim Fankongress 2014 in Berlin

von Fred Kowasch

700 Fanvertreter sind ins ehemalige Filmtheater 'Kosmos' gekommen, 200 mehr als noch vor zwei Jahren. Und: zu diesem Treffen hat sich der DFB-Generalsekretär und der DFL-Geschäftführer angesagt. Hochkarätiger geht es kaum noch. Auch ein paar Polizisten sind im Saal.

Es gebe "kein Verhältnis" zwischen den Fans und der Polizei erklärt 'Unsere Kurve' Sprecher Christian Bieberstein auf der grossen Podiumsdiskussion. Und: der Fußball hätte kein Fan, sondern "ein Polizeiproblem". Andere Fans  aus Aue, Gelsenkirchen und Berlin schildern ihre Erfahrungen, schildern die teils brutalen Übergriffe der Staatsmacht. So sprühten Polizisten in Köln so viel Pfefferspray in einen geschlossenen Bus mit Union-Supportern, dass man am Ende nur durch das Einschlagen der Scheiben noch Luft bekam. 



Immerhin: leitende Polizeibeamte auf dem Podium stellen sich erstmals der Kritik. Öffentlich. Der Einsatzleiter für das Berliner Olympiastadion kündigt gar einen Modellversuch an. Ein Jahr lang sollen die Einsätze mit Fans besprochen, "nachbereitet" werden. Und: eine Kennzeichnungsplicht gäbe es in Berlin schon. Am Rande erfährt der man noch, dass dies in NRW in Planung sei.

Zum Abschluß fordert 'Pro Kurve'-Vertreter Bieberstein, dann noch eine unabhängige Stelle, die Polizeieinsätze überwachen soll. Ein Anwalt spricht ein mögliches Zeugnisverweigerungsrecht für Fanbeauftragte an, ein Polizeirechtler berichtet von einer Untersuchung zum Thema Stadionverbot. Auch dass ein Thema, dass 'brennt'.

Irgendwie passt es da gar nicht, dass im Saal das Gerücht von einem schwerverletzten Fußballfans in Köln die Runde macht. Nichts genaues, weiß man. Auch ein paar Zitate des NRW-Innenministers Ralf Jäger sorgen für Irritation und Unmut. Erbost zitieren Fanvertreter aus einem Brief. In dem Schreiben - mit dem Jäger seine Absage für den Fankongress begründet - sei die Rede von "Straftätern, die durch Deutschland fahren".

Fans als Straftäter. Das erntet im 'Kosmos' fast überall nur Kopfschütteln. Eigentlich glaubte man diese Rhetorik, schon längst überwunden.

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