Sport inside: 'Druck auf allen Seiten'

WDR - 29.10.2012 - 22:45 Uhr

Die Sicherheitslage in deutschen Fußballstadien sorgt derzeit für heiße Diskussionen. Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten zu Zusammenstößen zwischen gewaltbereiten Fangruppen und zwischen Fans und der Polizei, zuletzt am Rande des Revierderbys zwischen Dortmund und Schalke. Ein echter Dialog zwischen Deutscher Fußball-Liga DFL und DFB auf der einen und Fanvertretern auf der anderen Seite scheint nicht stattzufinden. Gleichzeitig wächst der Druck auf allen Seiten. Politik und Polizei erwarten von DFL und DFB Schritte, die Situation zu verbessern. Verband und Liga geben den Druck an die Fans weiter. Sie haben das Konzeptpapier "Sicheres Stadionerlebnis" vorgelegt, in dem sie teilweise drastische Sanktionen und grundlegende Änderungen androhen. Doch viele Clubs lehnen das Konzept ab. Fanvertreter bemängeln, überhaupt nicht gehört zu werden. Eine Lösung scheint in weiter Ferne – gleichzeitig dreht sich die Spirale aus Gewalt und Sanktionen, aus Druck und Gegendruck weiter. (Text WDR)

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Sport Inside: Umstrittener Brandherd

Die Kampagne 'Pyrotechnik legalisieren' und der DFB
sport inside - 22:45 Uhr (WDR)


Pyrotechnik bleibt in deutschen Stadien verboten. Die klare Absage des DFB beendete den Dialog mit den Ultras wegen eines kontrollierten Abbrennens. Pyros spielen in der Debatte über Gewalt in Fußballstadien eine zentrale Rolle. Regelmäßig schmuggeln die Fans Feuerwerkskörper durch die Kontrollen. Während einige lediglich ihre bengalischen Feuer abbrennen und darauf achten, niemanden zu gefährden, fackeln andere auch Raketen und Rauchbomben in den Blocks ab. In einigen Fällen wurden Signalraketen sogar gezielt auf die Tribüne der gegnerischen Fans geschossen. Dass all das gefährlich sein kann, steht außer Frage. Doch was hat die Pyrotechnik wirklich mit Gewalt zu tun? Das Verbot scheint jedenfalls keine Lösung. (Text WDR)

pyro cologne 2011

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Sport Inside: Wortlose Gewaltspirale

sport inside - Montag, 17.10.2011 - 22:45 Uhr (WDR)

Die Gewalt rund um Fußballspiele nimmt zu. Nach einem Bericht der Zentralen Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) gab es allein in der Saison 2009/10 am Rande von Spielen der 1. und 2. Bundesliga insgesamt 788 Verletzte. Doppelt so viele wie noch vier Jahre zuvor.

Auch die Taktik der Polizei, die teilweise mit CS-Gas gegen die Randalierer vorgeht, trägt oft zur Eskalation im Stadion bei. Die Beamten stellen ihrerseits eine zunehmende Skrupellosigkeit der Supporter fest. Und der Dialog zwischen beiden Gruppen verstummt, vor allem mit Teilen der Ultras.

VIDEO: Die 'Wilde Horde' vor dem Dom - 16.09.2011

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